Leonardo Idrobo

Paréidolie  (2016) — création mondiale
pour ensemble

In meiner Komposition «Pareidolie» (Arbeitstitel) beschäftige ich mich mit diesem bekannten Phänomen.

Das altgriechische Wort Pareidolie bezeichnet ein Phänomen, in Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände zu erkennen. Die Jesuserscheinung an der Wand oder sonst wo (eigentlich eine Flecke oder einfach eine merkwürdige Struktur/Formation, die einer familiären Figur ähnelt) verleiht der Wand eine andere

Bedeutung – im extremen Fall ja sogar eine andere Funktion. Eine Wand ist nicht mehr eine Wand. Das Kind auf Papas Schoss verschwindet (siehe Bild).

In meiner Komposition versuche ich nun auf akustischer Ebene dieses Phänomen musikalisch umzusetzen. Was wir hören oder zu hören glauben, entsteht erst im Ohr und nicht primär spieltechnisch auf den Instrumenten.